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Dr. med. Hanjo Maisenbacher

Konservative Therapie bei Vorfußschmerzen

Schmerzen am Vorfuß treten häufig beim Spreizfuß nach Überlastung auf. Ungewohnte sportliche Aktivitäten aber auch langes gehen barfuß auf hartem Untergrund können den Schmerz auslösen. Unspezifische Schmerzen am Vorfuß werden als Metatarsalgie bezeichnet.

Metatarsalgie

Es kommt zum absinken des Quergewölbes am Vorfuß und zu einer Überlastung der Bänder. Häufig entzündet sich das Grundgelenk an der 2. Zehe. Der Vorfuß schmerzt bei Belastung und auf Druck. Häufig ist eine leichte Schwellung sichtbar.
 
Die Behandlung besteht in Schonung, Eisauflagen, Salbeneinreibungen und evtl. Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten. Eine elastische Spreizfußbandage mit einer Pelotte kann Linderung bringen.

Bei anhaltenden Schmerzen ist eine örtliche Injektion von einem Gemisch aus Cortison und Lokalanästhetikum sehr hilfreich. Um erneuten Schmerzen vorzubeugen müssen in der Regel Einlagen getragen werden. Barfuß sollte nicht länger auf hartem Untergrund gegangen werden. Eine Kräftigung der Fußmuskulatur durch gezielte Gymnastik ("sog. Spiraldynamik") kann hilfreich sein. 

Ermüdungsfraktur

Nach langer ungewohnter Belastung kann es zu Ermüdungsbrüchen am Vorfuß kommen. Meistens betroffen ist der 2. Mittelfußknochen. Die Erkrankung wurde häufig bei Rekruten nach langen Märschen festgestellt. Sie wird deshalb auch als "Marschfraktur" bezeichnet.

Durch die Überlastung entsteht ein feiner Riss im Knochen welcher mit einer spindelförmigen Verdickung des Knochens ausheilt.

Auf den ersten Röntgenbildern ist der Haarriss häufig noch nicht sichtbar. Erst nach Wochen zeigt sich röntgenologisch die typische Verdickung des Knochens.

Die Diagnose kann durch ein Knochenszintigramm oder eine Kernspintomografie gesichert werden.
Die Therapie ist konservativ. Der Fuß muss für mehrere Wochen an Gehstöcken entlastet werden. Auch das Tragen eines Vorfußentlastungsschuhs für 4-6 Wochen ist sinnvoll. Damit wird überwiegend die Ferse belastet und man kann kurze Strecken ohne Gehstöcke zurücklegen. Nach Heilung des Knochens sollten Einlagen getragen werden um den Druck im Vorfuß gleichmäßiger zu verteilen.

Morton-Neurom

In der Fußsohle laufen die Nerven zu den Zehen. Beim Spreizfuß sinken die Mittelfußköpfchen leicht ab und können auf die Nerven drücken. Typischerweise entsteht ein Schmerz zwischen der 3. und 4. Zehe. Dieser tritt bei Belastung auf. Die betroffenen Zehen können dann kribbeln oder taub werden. Der Schmerz wird als heftig beschrieben. Der Patient hat das Gefühl, ein kleines Steinchen würde drücken.
 
Bei der Untersuchung findet sich der typische Druckschmerz zwischen den Mittelfußköpfchen. Häufig fühlt sich die Innenseite der 3. und 4. Zehe pelzig an. Das Röntgenbild zeigt in der Regel einen unauffälligen Befund. Durch den Druck auf den Nerv kann sich dieser entzünden und anschwellen. Im weiteren Verlauf vernarbt der Nerv und verdickt sich. Es entsteht ein Nervenknötchen ("Neurom"). Diese bildet sich nicht mehr zurück. Das Neurom kann häufig in der Kernspintomografie dargestellt werden.
 
Die Behandlung ist zunächst konservativ. Der Fuß soll nicht stark belastet werden und es werden Einlagen angepasst. An die schmerzhafte Stelle werden bis zu 3 Injektionen mit einem Gemisch aus Cortison und Lokalanästhetikum verabreicht. Sollte dies nicht zu einer entscheidenden Verbesserung führen ist eine Operation erforderlich.
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