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Dr. med. Hanjo Maisenbacher

Operative Therapie bei Rückfußschmerzen

Achil­lo­dy­nie (Achil­les­seh­nen­ent­zün­dung)

Vor ei­ner Ope­ra­ti­on soll­te die Seh­ne mit­tels Kern­spin­to­mo­gra­fie ab­ge­klärt wer­den. Ge­le­gent­lich ist die Ur­sa­che der Schmer­zen ein Teil­riss der Achil­les­seh­ne. Auch Zys­ten und Ne­kro­sen (ab­ge­stor­be­nes Ge­we­be) in­ner­halb der Seh­ne kom­men vor.
 
Bei der Ope­ra­ti­on wird das ent­zün­de­te Seh­nengleit­ge­we­be ent­fernt. Dann wird je nach Be­fund wei­ter vor­ge­gan­gen. Ein Teil­riss der Achil­les­seh­ne wird ge­näht. Schwer de­ge­ne­ra­tiv ver­än­der­te Seh­nen­an­tei­le oder ei­ne Seh­nen­zys­te wer­den aus­ge­schnit­ten. In sehr aus­ge­präg­ten Fäl­len ist die Achil­les­seh­ne so ge­schwächt, dass sie durch die Ver­pflan­zung der lan­gen Groß­ze­hen­beu­ger­seh­ne oder der Plan­taris­seh­ne ver­stärkt wer­den muss.
 
Die Nach­be­hand­lung rich­tet sich nach dem ope­ra­ti­ven Vor­ge­hen. Bei Seh­nen­näh­ten ist in der Re­gel ei­ne 6 wö­chi­ge Ru­hig­stel­lung in ei­nem Un­ter­schen­kel­wal­ker wie bei ei­ner Achil­les­seh­nen­rup­tur er­for­der­lich. Bei al­lei­ni­ger Ent­fer­nung des Seh­nengleit­ge­we­bes kann oh­ne Ru­hig­stel­lung nach­be­han­delt wer­den. 

Hag­lund-Exos­to­se

Die hin­te­re obe­re Ecke des Fer­sen­bei­nes kann zur Ir­ri­ta­ti­on des Achil­les­seh­nen­an­sat­zes füh­ren. Es kommt zu Be­las­tungs­schmer­zen und Schwel­lung am An­satz der Achil­les­seh­ne. Dies tritt vor al­lem bei Läu­fern auf.

Ope­ra­ti­ve The­ra­pie

Das Prin­zip be­steht dar­in, die hin­te­re obe­re Ecke des Fer­sen­bei­nes ab­zu­tra­gen. Da­durch wird der Druck auf die Achil­les­seh­ne re­du­ziert und die Ent­zün­dung kann aus­hei­len.

Die Ope­ra­ti­on ist en­do­sko­pisch ("mi­ni­mal-in­va­si­ve Schlüs­sel­loch­tech­nik") mög­lich. Dies hat den Vor­teil der ge­rin­ge­ren pos­tope­ra­ti­ven Schmer­zen und der schnel­le­ren Re­ha­bi­li­ta­ti­on. Soll­ten wei­te­re Maß­nah­men er­for­der­lich sei (z.B. Ab­tra­gung ei­nes Kno­chen­spor­nes an der Achil­les­seh­ne) er­folgt der Ein­griff of­fen.
Bei der en­do­sko­pi­schen Tech­nik kann nach ei­ner Wo­che voll­be­las­tet wer­den. Beim of­fe­nen Ein­griff ist je nach Um­fang teil­wei­se ei­ne mehr­wö­chi­ge Ent­las­tung an Geh­stö­cken er­for­der­lich.

Fersensporn

Wir führen die Operation beim Fersensporn offen durch. Über einen kleinen Hautschnitt an der Innenseite der Ferse wird zunächst ein Nervenast zum Fersenbein dargestellt. Dieser Nerv ist gelegentlich eingeklemmt und sollte befreit werden. Dann wird der Ansatz der Plantarfaszie am Fersenbein eingeschnitten. Dadurch wird der Zug auf das Fersenbein reduziert. Der Knochensporn wird in der Regel belassen, bei einem sehr großen Sporn wird er abgetragen. Anschließend wird die Haut wieder vernäht.

Die Nachbehandlung nach der Operation ist langwierig. Der Fuß darf 4-6 Wochen nur mit 10 kg belastet werden. Die abgelöste Plantarfaszie muss erst durch eine stabile Narbe ersetzt werden und dies benötigt Zeit. Bei zu früher Belastung sind in der Literatur Ermüdungsbrüche des Fersenbeines beschrieben worden. Mit einer längeren Schwellung des Fußes muss gerechnet werden. Hier kommt manuelle Lymphdrainage zum Einsatz. Nach 6 Wochen ist Vollbelastung mit gut angepassten Einlagen in der Regel möglich. Die Schmerzen verschwinden meist 3 Monate nach der Operation.
Flurbereich Shramberg-Sulgen
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