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Kontakt: Rottweil Schramberg
Dr. med. Hanjo Maisenbacher

Operative Therapie von Hammer- / Krallenzehen

Beugesehnentransfer

Bei flexiblen Deformitäten kann eine Verpflanzung der Beugesehne vom Zehenendglied auf das Grundglied eine gute Korrektur erreichen ("Beugesehnentransfer"). Der Eingriff kann ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Bei gleichzeitiger Korrektur mehrerer Zehen ist eine Vollnarkose sinnvoll. Postoperativ muss für 2 Wochen ein Vorfußschuh getragen werden. Für weitere 2 Wochen muss die Zehe in gerader Stellung mit Pflasterverbänden gehalten werden. Eine Schwellung der Zehe postoperativ kann mehrere Monate anhalten.
 
Wenn die Hammerzehe in der Fehlstellung eingesteift ist, hilft nur eine knöcherne Korrektur.

Operation nach Hohmann

Der häufigste operative Eingriff ist die Entfernung des Grundgliedköpfchens ("Hohmann Operation"). Der Eingriff wird ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt. Die Zehe wird dadurch leicht verkürzt und streckt sich. Es bildet sich eine innere Narbe im Bereich des Mittelgelenkes welche die Zehe in der Beweglichkeit einschränkt. Nach der Operation wird für eine bis zwei Wochen ein Verbandsschuh getragen, dann kann auf normale Schuhe übergegangen werden. Wichtig ist für 4 Wochen ein Pflasterverband um die Zehe in der geraden Stellung zu schienen.

Sehr häufig besteht bei der Hammerzehe eine zusätzlich Fehlstellung im Bereich des Grundgelenkes. Entsprechend der Schwere der Fehlstellung sind hier weitere Maßnahmen erforderlich. Schrittweise wird zunächst die Kapsel am Grundgelenk durchtrennt, evtl. wird auch eine Verlängerung der Strecksehne erforderlich. Bei sehr ausgeprägter Befunden wird noch eine Verkürzung des Mittelfußknochens erforderlich und eine Hautverlängerung. Dabei wird die Haut gezackt eingeschnitten und dann Z-förmig vernäht. 

Nach der Hohmann Operation kann es gelegentlich durch eine ungleichmäßige Vernarbung wieder zu einer Fehlstellung der Zehe kommen.
 
Eine dauerhaft gerade Zehenstellung lässt sich durch eine Versteifung des mittleren Zehengelenkes erreichen. ("PIP-Arthrodese").

PIP-Arthrodese (Versteifung des Zehenmittelgelenkes)

Hier wird bei der Hammerzehe das mittlere Zehengelenk (bei einer Fehlstellung im Endgelenk kann der Eingriff auch an diesem Gelenk erfolgen) komplett entfernt. Die  Zehe wird dann in gerader Stellung durch einen Draht gehalten. Es bildet sich eine innere Narbe welche das Gelenk ersetzt. Möglich ist eine innere Fixation mit einer kleinen Drahtschlinge oder mit einem auflösbaren Stift. Häufiger wird die Zehe durch einen geraden Draht gehalten welcher an der Zehenkuppe heraussteht. Dieser Draht wird nach 3-4 Wochen gezogen. Dies ist in der Regel schmerzfrei und ohne größeren Aufwand möglich. Für 3-4 Wochen nach der Operation muss ein Verbandsschuh getragen werden. Vorteil der Drahtfixation ist eine dauerhaftere Korrektur der Zehenstellung. Nachteilig ist die deutlich erhöhte Gefahr einer Wundinfektion. An der Drahtaustrittsstelle können Bakterien eintreten und die Infektion auslösen.
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