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Orthoklinik - Empfang

Schultergelenk

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers.  
Um die enorme Beweglichkeit des Gelenkes zu ermöglichen, bedarf es einer "lockeren" Führung des Gelenkes.
Knöcherne und knorpelige Strukturen haben für die stabile Führung des Gelenkes eine geringe Bedeutung im Gegensatz zu Muskulatur und Kapsel-/ Bandstrukturen. 
Aus diesem Grund zeigen sich die meisten krankhaften Störungen des Schultergelenkes als Probleme der Muskulatur, der Sehnen und der Gelenkkapsel.

Ursache

Die häufige schmerzhafte Funktionsstörung des Schultergelenkes ist das sogenannte subacromiale Impingement. Hierbei kommt es zum Einklemmen des inneren Sehnenmantels (Rotatorenmanschette) und des darüber liegenden Schleimbeutels (Bursa) am Schulterdach (Acromion).

Symptome

Gekennzeichnet ist das Krankheitsbild durch bewegungsabhängige Schmerzen im oberen und vorderen Schulterbereich, die insbesondere bei Bewegungen mit angehobenem Arm oder Überkopfarbeiten auftreten.
Typisch sind auch Schmerzen nachts beim liegen auf der Schulter. 

Behandlung konservativ

Die Behandlung des Impingement-Syndroms besteht immer zuerst aus der Durchführung von Übungen, die dazu geeignet sind, den Oberarmkopf gegenüber dem Schulterdach zu senken und eine stabile Stellung des Schulterblattes zu erreichen.
Dadurch kann das Einklemmen der Sehnenmanschette verhindert werden. Zusätzlich kann mit entzündungshemmenden Medikamenten und lokalen Injektionen geholfen werden.

Behandlung operativ

In etwa 1/3 der Fälle ist jedoch aufgrund der knöchernen Struktur und einer drohenden Schädigungen der Sehnenmanschette die Operation erforderlich. 
Hierbei wird die Form des Schulterdachs so verändert, dass der Subacromialraum deutlich weiter ist als zuvor, und somit ein weiteres Einklemmen vermieden wird. Der Eingriff wird endoskopisch über 2 kleine Schnitte durchgeführt (ESAD = endoskopisch subacromiale Dekompression).

Ursache

Die innere Sehnenschicht des Schultergelenkes (Rotatorenmanschette) ist insbesondere bei engen subacromialen Raumverhältnissen besonderen Druckbelastungen ausgesetzt. Dieses "Scheuern" kann zu Schäden des Sehnenmantels führen.
Sehnenrisse entstehen also meist durch chronische Abnutzungsprozesse, nur selten als direkte Folge einer Verletzung.

Symptome

Schäden des Sehnenmantels führen zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung der Schulter mit Kraftmangel. Es können starke Nachtschmerzen auftreten. 
Kleiner Sehnenrisse können teilweise durch die äußere Schultermuskulatur kompensiert werden und die Beweglichkeit ist noch frei.
Bei größeren Sehnenrissen kann der Am kaum noch seitlich angehoben und schlecht innengedreht werden. 

Behandlung konservativ

Kleine Sehnenrisse können teilweise durch die äußere Schultermuskulatur kompensiert werden. Bei geringen Schmerzen und voller Kraft kann in Ausnahmefällen abgewartet werden ob es zu einer Vergrößerung des Risses kommt. 
Durch Krankengymnastik wird die äußere Schultermuskulatur gestärkt um die innere Sehne zu entlasten. Schmerzmittel und lokale Injektionen reduzieren die Beschwerden.

Behandlung operativ

In den meisten Fällen besteht im Falle einer Sehnenschädigung die Notwendigkeit zur operativen Behandlung. Hierbei kommt es neben dem Verschluss des Sehnendefekts auf die Beseitigung der Ursache des Sehnenschadens (Impingement) an.
Bei der operativen Versorgung handelt es sich also um die Kombination zweier Eingriffe.Die Operation wird in der Regel stationär durchgeführt.

Ursache

Durch chronische Reibung im Bereich der Ansatzzone der Rotatorenmanschette entstehen bei manchen Menschen kalkige Einlagerungen, die ihrerseits durch ihren Platzbedarf und durch die Neigung zur Entzündung ausgeprägte Beschwerden verursachen können.

Symptome

Kleine Kalkherde verursachen Schmerzen beim Heben des Armes und nachts. Wenn sich ein großer Kalkherd entleert entsteht eine heftige Schleimbeutelentzündung. Der Arm kann schmerzbedingt kaum noch bewegt werden und die Schmerzen können extrem sein. 

Behandlung konservativ

Grundsätzlich ist die Kalkschulter eine Domäne der konservativen Behandlung. Diese besteht vor allem in der Behandlung der Entzündungserscheinungen da es häufig zu einer spontanen Auflösung der Kalkdepots kommt.
Möglich ist eine ultraschallgesteuerte gezielte Punktion des Kalkherdes mit Anspülung (Needling). Eine Injektion von Cortison gemischt mit Lokalanästhetikum in den entzündeten Schleimbeutel kann die heftigen Schmerzen deutlich lindern.
Ebenfalls in Frage kommt eine Stoßwellenbehandlung.

Behandlung operativ

In seltenen Fällen ist eine operative Ausräumung des Kalkherdes (oft in Kombination mit einer Impingement-Operation) erforderlich. Dies ist indiziert bei sehr großen Kalkdepots und wiederholten, starken Schmerzattacken.

Ursache

Aufgrund der außerordentlichen Beweglichkeit des Schultergelenks sind angeborene oder erworbene Instabilitäten mit der Neigung zur Ausrenkung (Luxation) der Schulter häufig.

Im Rahmen eines Unfalls ("traumatische Luxation") erlittene Verrenkungen des Schultergelenks führen regelmäßig zu einem Abriss des knorpeligen vorderen Gelenkpfannenrandes.
 
Bei der Luxation ohne Trauma ("habituelle Luxation") liegt eine angeborene Erweiterung der Gelenkkapsel vor. Der Schulterkopf rutscht hier ohne wesentliche Krafteinwirkung aus der Pfanne.

Symptome

Bei der ersten Luxation steht der Schulterkopf in der Regel vor der Pfanne und verhakt sich hier. Eine Einrenkung evt. in Narkose ist erforderlich. 

Bei der wiederkehrenden Luxation rutscht der Schulterkopf leicht aus der Pfanne, er rutscht aber auch leicht wieder zurück. Dabei ist eine Knorpelschädigung möglich was langfristig zur Arthrose führt.

Behandlung konservativ

Die konservative Therapie der traumatischen Luxation hat das Ziel, die Instabilität des Schultergelenkes durch ein Muskelaufbautraining zu verbessern. Nach der ersten Luxation erfolgt eine Ruhigstellung für 1-3 Wochen. 

Je häufiger die Schulter auskugelt, umso schlechter sind die Ergebnisse der konservativen Therapie. Dann wird eine operative Stabilisierung erforderlich. 

Bei der angeborenen ("habituellen") Schulterluxation sollte die Operation eher vermieden werden, da die Ergebnisse oft enttäuschend sind. 


Behandlung operativ

Bei der wiederkehrenden, traumatischen Schulterluxation konzentriert sich die operative Behandlung auf die Wiederherstellung des vorderen Pfannenrandes und ggf. die Straffung der vorderen Gelenkkapsel. Beide Maßnahmen können regelmäßig arthroskopisch durchgeführt werden und bedingen eine Ruhigstellung des operierten Armes für ca. 4-6 Wochen.

Diese Operation wird in der Orthoklinik nicht durchgeführt und wir überweisen die Patienten an spezialisierte  Zentren.

Ursache

Die Schultersteife wird auch als "Frozen Shoulder" oder "Kapsulitis adhäsiva" bezeichnet. 
Es handelt sich um ein eigenständiges Krankheitsbild des Schultergelenkes.
Aus unklarer Ursache kommt es zu einer Veränderung der Gewebestruktur der Gelenkkapsel, die mit Entzündungserscheinungen und einer Verkürzung (Straffung) der Gelenkkapsel einhergeht. 

Symptome

Die Entzündung der Gelenkkapsel führt beim Betroffenen zu Ruheschmerzen und einer zunehmenden Einsteifung des Schultergelenkes (Phase 1).
 
Nach einer Zeit mit geringeren Schmerzen und bleibender starker Einsteifung des Schultergelenks (Phase 2) folgt die langsame Auflösung der Schultereinsteifung.

In der Endphase (Phase 3) kommt es regelmäßig wieder zu einer vollständigen Wiederherstellung der Schulterfunktion. Der Krankheitsverlauf kann 1 - 2 Jahre betragen. 
 

Behandlung konservativ

Der lange Krankheitsverlauf kann durch Gabe von Cortison-Tabletten deutlich abgekürzt werden. 

In der akuten Entzündungsphase mit Ruheschmerzen ist Krankengymnastik schädlich. Durch Bewegung kann die Entzündung der Kapsel verstärkt werden. 

Wenn die Ruheschmerzen abgeklungen sind, ist die Entzündungsphase vorüber. Dann ist Krankengymnastik und Bewegungstherapie im warmen Wasser sinnvoll.

Behandlung operativ

In Einzelfällen löst sich die Steife nicht von allein. In diesen Fällen ist eine operative Intervention sinnvoll. 

Es erfolgt eine arthroskopische Durchtrennung der vernarbten und verdickten Gelenkkapsel, gefolgt von einem sanften Durchbewegen des Gelenkes in Narkose um restliche Verklebungen zu lösen. 

Postoperativ ist intensive Physiotherapie erforderlich um die intraoperativ erreichte Beweglichkeit zu erhalten.
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