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Dr. med. Hanjo Maisenbacher

Sprunggelenk

Die häufigste Sportverletzung ist die Schädigung der Außenbänder am oberen Sprunggelenk

Ursache

Die häufigste Bandverletzung am menschlichen Körper ist der Riss der Außenbänder am Sprunggelenk. Die Verletzung ereignet sich beim typischen Umknicken nach außen. 

Auch eine Schädigung des Innenbandes ist beim Umknicken nach innen mit gleichzeitiger Rotation möglich. Dies ist jedoch wesentlich seltener.

Symptome

Typischerweise tritt sofort nach dem Umknicken eine eiförmige Schwellung vor dem Außenknöchel auf. Dies ist ein fast sicherer Hinweis, dass zumindest der vordere Teil des Außenbandes gerissen ist. 

Die volle Belastung des Fußes ist oft noch möglich. Bei starker Stauchung des Knochens oder einer knöchernen Verletzung kann der Fuß in der Regel nicht mehr ohne starke Schmerzen belastet werden.

Behandlung konservativ

In der Regel erfolgt nach der Diagnosesicherung eine Behandlung mit Pflasterverbänden (Tapeverbänden) und von der Industrie angefertigten flexiblen Schienen (Orthesen).
 
Hiermit kann in der überwiegenden Zahl der Fälle eine vollständige Wiederherstellung der Sprunggelenksfunktion und Stabilität erreicht werden.

Die Heilungszeit der Außenbänder beträgt 5-6 Wochen.

Behandlung operativ

Wenn eine Außenbandverletzung nicht ausheilt entsteht eine chronische Instabilität mit häufigem umknicken und Schmerzen.

Dann muss eine sogenannte Außenbandplastik durchgeführt werden. In der Regel wird das vorhandene Narbengewebe bei dem Eingriff gestrafft und mit Knochenhaut verstärkt ("Operation nach Brostroem oder Karlsson").

Auch ein Bandersatz durch eine körpereigene Sehne kann in Einzelfällen erforderlich sein.

Ursache

Die dünne Knorpelschicht des Sprunggelenkes ist hochbelastet.  Eine Fläche von ca. 12 cm2 muss das gesamte Körpergewicht tragen. 
Knorpelschäden sind meistens die Folge von Verletzungen (Frakturen, Umknicktraumen). 
Häufig sind auch Durchblutungsstörungen des Knochens mit Schädigung des darüberliegenden Knorpels ("Osteochondrosis dissecans").

Symptome

Knorpelschäden führen häufig zu Schwellung des Gelenkes und zu Belastungsschmerzen. 
Bei der Osteochondrosis dissecans können sich Knorpelstücke ablösen, im Gelenk einklemmen und eine Gelenkblockierung auslösen.

Behandlung konservativ

Knorpelschäden heilen sehr schlecht. Bei frischen Knorpelschäden nach Verletzung ist eine mehrwöchige Entlastung erforderlich.
Die Heilung des Knorpels kann unterstützt werden durch Magnetfeldtherapie, Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Glucosamin und Chondroitin.
Möglich sind auch Injektionen mit Hyaluronsäure oder ACP.

Behandlung operativ

Abgelöste Knorpelstücke sollten durch eine Arthroskopie entfernt werden. Der darunter liegende Knochen wird mit einer feinen Ahle eröffnet (Mikrofrakturierung). Dadurch kommt es zum einwandern von Stammzellen welche einen Ersatzknorpel bilden. 
Bei großen Knorpeldefekten kann ein Hyaluronsäure-Vlies (Hyalofast) zur Defektdeckung eingebracht werden.

Ursache

Die häufigste Ursache der Sprunggelenksarthrose sind Brüche des Sprunggelenkes. 

Symptome

Das Sprunggelenk ist verdickt und in der Beweglichkeit eingeschränkt. Immer wieder treten Schwellungen und Schmerzen auf.

Behandlung konservativ

Ein fester, knöchelhoher Schuh mit abgerundeter Sohle gleicht die vorhandene Bewegungseinschränkung aus und erleichtert das Gehen. Der Schuh sollte eine weiche Sohle besitzen. 
In schweren Fällen kann ein orthopädischer Schuh verordnet werden. 
Sämtliche Maßnahmen der konservativen Arthrosetherapie kommen zur Anwendung. 

Weitere Informationen:  Konservative Arthrosetherapie

Behandlung operativ

Wenn die konservative Therapie der Arthrose versagt sind operative Maßnahmen in vielen Fällen hilfreich. 
Möglich ist eine Gelenkspiegelung ("Arthroskopie") mit Entfernung loser Knorpelstücke, Abtragung von störenden Knochenzacken und Beseitung von einklemmendem Kapselgewebe. Damit lässt sich häufig eine deutliche Linderung erzielen.
Bei der schweren Sprunggelenksarthrose kommt die Versteifung des Gelenkes oder ein Kunstgelenk in Frage.

Ursache

Häufigste Erkrankung der Achillessehne ist die "Achillodynie". 
Besonders häufig betroffen sind Laufsportler. Aber auch ungewohnte Belastungen können die Erkrankung auslösen. 
Es kommt zu degenerativen Prozessen in der Sehne mit Schwellung des Sehnengleitgewebes und Verdickung der Sehne.

Häufig ist auch ein Riss der Achillessehne durch eine plötzliche akute Kraftanstrengung (z.B. Sprint). In der Regel ist die Sehne bereits durch degenerative Prozesse vorgeschädigt.

Symptome

Typisch für die Achillodynie ist ein stechender Schmerz an der Achillessehne unter Belastung. Die Achillessehne ist druckempfindlich. Typisch ist eine spindelige Verdickung der Sehne ca. 3 cm oberhalb des Ansatzes am Fersenbein. Bei Entzündung der Sehnenscheide kann ein knirschen getastet werden.

Beim Riss der Achillessehne wird häufig ein krachen oder knallen verspürt. Ein Bluterguss entsteht und eine Delle kann im Verlauf der Achillessehne getastet werden. Die Fußsenkung gegen Widerstand ist abgeschwächt.

Behandlung konservativ

Die wichtigste Therapie ist ein konsequentes Stretching der Achillessehne. Die Trainingsbelastung sollte reduziert werden. Lokale Eismassagen nach dem Sport sind schmerzlindernd. Ein Fersenkeil im Laufschuh reduziert die Belastung der Achillessehne. Als effektivste Therapie hat sich bei uns die Stoßwellentherapie mit zusätzlichem Kinesiotaping bewährt.

Der Riss der Achillessehne kann sowohl operativ als auch konservativ behandelt werden. Die jeweilige Therapie mit Vor- und Nachteilen muss dem Patienten angepasst und eingehend besprochen werden.

Behandlung operativ

Wenn die konservative Therapie versagt können operative Maßnahmen ein Heilung bringen. Vor jeder Operation sollte eine MRT-Untersuchung erfolgen. Dabei zeigen sich Teilrisse oder Zystische Veränderungen der Sehne. 
Bei dem Eingriff wird die Sehne freigelegt, stark degenerativ veränderte Sehnenbezirke ausgeschnitten und die Sehne wieder stabil vernäht.

Die Operation des Achillessehnenrisses kann minimal-invasiv und offen erfolgen. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Unsere Standardmethode ist die minimal-invasive Naht wobei die Sehnenstümpfe aneinandergezogen werden ohne die Rissstelle zu eröffnen.
Physiotherapie
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